Gruppe von Männern in Kilts und karierten Mützen mit Bommel zieht gemeinsam an einem Tau im Peiner Stadtpark.
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Highland Gathering in Peine

Kraft, Technik und Nervenkitzel – das sind die Highland Games

Meterlange Baumstämme schleudern, schwere Steine über Hindernisse wuchten und gemeinsam an einem Strang ziehen – bei den Highland Games im Peiner Stadtpark treffen Höchstleistungen auf schottische Traditionen. Die Wettkämpfe sind eines der Highlights beim Highland Gathering und begeistern mit spektakulären Augenblicken, Spaß und Nervenkitzel für Teilnehmer und Publikum.  

„Wir haben sogar eine Gruppe aus Österreich dabei, die eigens für die Teilnahme an den Highland Games anreist“, freut sich Marcel Ende, der beim Scottish Culture Club Peine e.V. die Wettbewerbe organisiert. Sowohl Teams als auch einzelne Athleten messen sich am Sonntag, 10. Mai 2026, ab 11 Uhr in verschiedenen Disziplinen, die Siegerehrung findet um 16.30 Uhr statt. Das Technische Hilfswerk Peine nimmt Werte und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Für einen Sieg kommt es nicht nur auf Muskelkraft an, sondern auch auf Geschicklichkeit, Timing und Teamgeist. Anmeldungen sind vor Ort möglich. Aber welche Wettkämpfe gibt es überhaupt?

Was ist der „Farmers Walk“?

Mann in kariertem Kilt trägt schwere Gewichte beim Highland-Gathering vor Zuschauern im Peiner Stadtpark

Beim „Farmers Walk“ tragen die Wettkämpfer zwei schwere Gewichte über eine möglichst lange Strecke. Dabei kommt es nicht nur auf Kraft an, sondern auch auf Körperspannung, Gleichgewicht und Durchhaltevermögen. Die Männer tragen zwei Gewichte von jeweils 75 Kilogramm, die Frauen jeweils 35 Kilogramm. Gewonnen hat, wer mit den Gewichten die größte Distanz zurücklegt, ohne sie abzusetzen.

Wie funktioniert „Tossing the Caber“?

Mann in Kilt wirft schweren Holzstamm beim Highland Gathering vor Publikum im Peiner Stadtpark

„Tossing the Caber“, also Baumstammwurf, gehört zu den bekanntesten Highland-Games-Disziplinen. Zum Einsatz kommt ein mehr als vier Meter langer Baumstamm mit einem Gewicht von rund 65 Kilogramm. Helfer unterstützen dabei, die Grundposition einzunehmen: Der Werfer hält den Baumstamm senkrecht vor seinem Körper. Dann kommt es auf die richtige Wurftechnik an. 

Entscheidend ist nicht die Weite des Wurfs, sondern dass sich der Stamm im Flug einmal um 180 Grad dreht und möglichst gerade landet. Das Ende des Baumstamms, das der Werfer vorher in den Händen hielt, zeigt also im Idealfall nach der Landung von ihm weg. Kraft allein reicht dafür nicht aus – Technik und Timing sind entscheidend.
 

Was passiert beim „Tree Trunk Slalom“?

Teilnehmerin im Kilt läuft mit Baumstamm bei Highland Games im Peiner Stadtpark vor Publikum durch einen Slalom

Beim „Tree Trunk Slalom“ tragen die Teilnehmer den besagten Baumstamm durch einen Slalomparcours. Hier zählt nicht nur Schnelligkeit, sondern auch die Kontrolle über die Trägheit des schweren Stamms auf der Schulter, der um die Hindernisse manövriert werden muss, ohne dabei Tempo zu verlieren.
 

Was ist „Weight over Bar“?

Bei „Weight over Bar“ müssen schwere Steine innerhalb einer bestimmten Zeit über eine Messlatte gehoben oder geworfen werden – die Messlatte darf dabei nicht gerissen werden, ansonsten gibt es 0 Punkte. Die Männer treten mit 25 Kilogramm schweren Steinen an, die Frauen mit 15 Kilogramm schweren Steinen. Ziel ist es, den Stein möglichst oft über die Latte zu werfen. 
 

Was bedeutet „Putting the Stone“?

„Putting the Stone“ ist der klassische Steinweitwurf der Highland Games. Die Gewichte entsprechen denen aus der Disziplin „Weight over Bar“: Männer werfen mit 25 Kilogramm schweren Steinen, Frauen mit 15 Kilogramm schweren Steinen. Hier zählt ebenfalls die Kombination aus Technik und Kraft, um möglichst große Weiten zu erzielen.
 

Worauf kommt es beim „Tug of War“ an?

Gruppe von Männern in Kilts und karierten Mützen mit Bommel zieht gemeinsam an einem Tau im Peiner Stadtpark.

„Tug of War“ – also Tauziehen – ist der große Mannschaftswettbewerb der Highland Games. Zwei Teams treten dabei gegeneinander an. Entscheidend ist nicht nur die Kraft der einzelnen Teammitglieder, sondern vor allem die Synchronisierung der Zugbewegung innerhalb der Mannschaft und ein guter Halt mit den Schuhen im Boden. Die besten Chancen hat das Team, das exakt im Rhythmus des Kommandos „Pull“ des „Anchors“ hin am Tau zieht.

 

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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