Uhlinchen steht vor der Tourist-Information von Peine Marketing und begrüßt eine Eule, die vor ihm auf dem Pflaster sitzt. Im Hintergrund sind der Eingang der Tourist-Information und die historische Fachwerkfassade des Nachbargebäudes zu sehen.
Lesezeit:

Kinderblogger

Eulenbesuch in der Eulenstadt

Hallo, ihr Lieben! Heute Morgen habe ich eine neue Freundin kennengelernt. Also eigentlich ist sie erst auf dem Dach der Tourist-Information gelandet, rutschte dann mit einem lauten „Uff!“ über die Dachziegel und blieb direkt vor meinen Krallen sitzen.

„Das war geplant“, behauptete sie und versuchte ganz unauffällig, ihre zerzausten Federn zu ordnen.

„Natürlich“, musste ich grinsen.

„Ich heiße Frieda.“

„Und ich bin Uhlinchen.“

„Ich weiß“, sagte sie. „Von dir habe ich schon gehört.“

Das machte mich ehrlich gesagt ein klitzekleines bisschen stolz.

„Ich komme aus Braunschweig“, erzählte Frieda.

„Warst du schon mal in Peine?“, fragte ich.

Sie schüttelte den Kopf.

„Noch nie.“

„Dann hast du heute Glück.“

„Wieso?“

„Weil ich dir mein Peine zeige!“

„Na gut“, sagte Frieda. „Aber nur, wenn es hier wirklich etwas zu entdecken gibt.“

Ich musste lachen.

„Oh, da fällt mir einiges ein.“

Als Erstes flogen wir auf den Historischen Marktplatz.

„Hier fängt für mich fast jeder Stadtbummel an“, erklärte ich.

Gerade lief ein Junge mit einer riesigen Eiswaffel über den Platz.

Frieda schaute hinterher.

„Ganz schön groß.“

„Ja“, sagte ich. „Und wenn du nach einem Stadtbummel kein Eis gegessen hast, musst du eigentlich noch einmal von vorne anfangen.“

Frieda lachte.

„Das ist ja eine lustige Regel.“

„Und jetzt?“

„Jetzt wird's spannend.“

Wir flogen zum Burgpark.

„Hier stand früher einmal die Peiner Burg.“

Frieda schaute sich um.

„Aber hier steht doch gar keine Burg.“

„Doch.“

„Wo denn?“

„Auf dem Handy.“

Frieda blinzelte.

„Bitte was?“

„Mit Augmented Reality kannst du die Burg wieder entstehen lassen. Plötzlich stehen dort wieder Mauern, Türme und Gebäude – genau da, wo sie früher wirklich waren.“

Frieda riss die Augen auf.

„Das möchte ich unbedingt ausprobieren!“

„Siehst du“, sagte ich. „Ich wusste doch, dass dir Peine gefällt.“

„Und wohin jetzt?“

„Jetzt zur Töpfers Mühle.“

Als wir ankamen, war dort richtig Leben.

Kinder spielten, lachten und liefen über das Gelände.

„Was ist das hier?“

„Das Jugendzentrum.“

„Hier dürfen alle Kinder hin?“

„Na klar! Hier wird gespielt, gebastelt, gekocht, gelacht und manchmal auch gefeiert.“

Frieda lächelte.

„Das gefällt mir.“

Ich zeigte mit dem Flügel auf das Nachbargebäude.

„Und direkt daneben wartet schon das nächste Abenteuer.“

„Noch eins?“

„Die Stadtbücherei.“

„Ein ganzes Haus voller Bücher?“

„Ja! Stell dir vor, in jedem Regal warten neue Geschichten.“

Frieda schaute neugierig durch die Fenster.

„Ich glaube, hier könnte ich den ganzen Tag verbringen.“

„Ich auch“, gab ich zu.

„Jetzt möchte ich selbst etwas entdecken“, sagte Frieda.

„Dann habe ich genau das Richtige.“

Ich führte sie zu einer der Stationen vom Peine Code.

„Was macht man hier?“

„Rätsel lösen.“

„Ich liebe Rätsel!“

„Dann wirst du den Peine Code mögen. Dabei entdeckt man ganz nebenbei die ganze Innenstadt.“

„Gewinnen kann man dabei aber keinen Goldschatz, oder?“

„Nein.“

„Schade.“

„Aber dafür kennt man hinterher Peine viel besser.“

Beim Weiterfliegen blieb Frieda plötzlich mitten in der Luft stehen.

„Moment mal!“

„Was denn?“

„Da sitzt ja eine Eule!“

Ich musste lachen.

„Die sitzt da schon die ganze Zeit.“

„Die habe ich eben gar nicht gesehen.“

„In Peine verstecken sich überall Eulen.“

Von da an schaute Frieda plötzlich ständig nach oben.

An Häusern.

An Fassaden.

An Schildern.

„Da ist noch eine!“

„Und da!“

„Und da oben auch!“

„Jetzt verstehst du langsam, warum Peine die Eulenstadt ist“, sagte ich.

Als die Sonne langsam unterging, machten wir es uns bei der Tourist-Information gemütlich.

„Und?“, fragte ich.

Frieda lächelte.

„Ich dachte, Peine wäre einfach nur eine kleine Stadt.“

„Und jetzt?“

„Jetzt weiß ich, dass man hier an jeder Ecke etwas entdecken kann.“

Ich grinste zufrieden.

Genau das wollte ich ihr zeigen.

 

Kontakt